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Gino Canessa Interview: Community und Zusammenarbeit in der Health-Tech-Branche

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Während des FHIR Camp 2024 in Portugal sprach Kurt Johnson, Integrationsarchitekt und Autor, mit verschiedenen Experten über Themen rund um FHIR und Gesundheitstechnologien. In dieser Episode unterhielt er sich mit Gino Canessa, Principal Software Engineer bei Microsoft. Gino erläuterte die Bedeutung der Community innerhalb des FHIR-Ökosystems, die Herausforderungen beim Aufrechterhalten persönlicher Verbindungen angesichts des Wachstums der Community sowie die wesentlichen Tools, die für eine effektive Implementierung benötigt werden. Darüber hinaus wurde erörtert, wie Veranstaltungen wie das FHIR Camp die Zusammenarbeit und Innovation in diesem Bereich fördern.

Sehen Sie sich die YouTube-Playlist an mit Interviews mit Grahame Grieve, Nikolai Ryzhikov, Lloyd McKenzie, Ewout Kramer und Maria Manuel Salazar, oder lesen Sie die Zusammenfassung unten.

F1: Können Sie sich und Ihre Rolle vorstellen?

Gino Canessa: Gerne! Ich bin Gino Canessa und arbeite bei Microsoft Research in einer Gruppe namens Health Futures. Unser Ziel ist es, die digitale Gesundheitsversorgung weltweit zu verbessern, was meine Tätigkeit sehr erfüllend macht.

F2: Was haben Sie beim diesjährigen FHIR Camp gelernt?

Gino Canessa: Beim diesjährigen FHIR Camp habe ich Einblicke in Versionierung, Profiling, Sicherheit und Analysen im Zusammenhang mit FHIR gewonnen. Obwohl mir diese Themen vertraut sind, ist es immer hilfreich, das eigene Verständnis zu vertiefen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Besonders schätze ich es, mehr über die Unterschiede in der Interpretation der Spezifikationen zu erfahren. Zum Beispiel haben Diskussionen zwischen Grahame und Lloyd einige dieser Unterschiede deutlich gemacht.

F3: Glauben Sie, dass das FHIR Camp den Geist der Anfangstage von FHIR erfolgreich wiederaufleben lässt?

Gino Canessa: Ja, ich denke, das FHIR Camp hat eine angenehme Atmosphäre, die enge und persönliche Interaktionen fördert. Bei größeren Veranstaltungen sind viele Teilnehmende überlastet und enden oft in nächtlichen Besprechungen. Hier beim FHIR Camp können wir Beziehungen aufbauen und tiefergehende Gespräche führen. Als jemand, der der FHIR-Community erst vor Kurzem beigetreten ist, schätze ich den Raum für offene Kommunikation, der bei den meisten Veranstaltungen nicht gegeben ist.

F4: Besteht das Risiko, dass die Community zu groß werden und ihren engen Zusammenhalt verlieren könnte?

Gino Canessa: Das ist immer eine Sorge, insbesondere da Veranstaltungen immer teurer werden. Konferenzen müssen Inhalte und die Einbindung der Teilnehmenden in ein ausgewogenes Verhältnis bringen. Es kann schwierig sein, Erwartungen zu managen und gleichzeitig bedeutungsvolle Verbindungen sicherzustellen. Neuere Veranstaltungen wie diese spielen jedoch eine wichtige Rolle dabei, diese persönliche Note zu erhalten.

F5: Welche Tools halten Sie in der Microsoft-Umgebung für die Arbeit mit Gesundheitsstandards für unverzichtbar?

Gino Canessa: In unserem Bereich gibt es erhebliches Potenzial für Werkzeuge. Ich beziehe mich auf das, was ich die „Pyramide des Schmerzes" nenne. An der Spitze befindet sich eine kleine Anzahl von Personen, die an den technisch tiefgreifenden Aspekten der Entwicklung und Veröffentlichung von Standards arbeiten. Darunter befindet sich eine größere Gruppe, die Feedback gibt, den Standard aber nicht direkt bearbeitet. Darunter wiederum gibt es eine noch größere Gruppe, die den Standard nutzt. Das Ziel ist es, Tools zu entwickeln, die die Herausforderungen für alle Beteiligten verringern – insbesondere für diejenigen weiter unten in der Pyramide, die mehr Schwierigkeiten haben könnten, wenn wir Probleme auf der obersten Ebene nicht angehen.

F6: Auf welche Entwicklungen freuen Sie sich im Jahr 2025 innerhalb der FHIR-Community?

Gino Canessa: Ich freue mich auf den Übergang zu R6 und den Abschluss der Ballots dafür. Wir haben an Entwurfs-Ballots und bereits bestehenden Arbeiten gearbeitet, sodass das Klären aller offenen Punkte ein bedeutender Schritt nach vorne sein wird. Darüber hinaus freue ich mich darauf, eine stärkere Verbreitung von Subscriptions zu sehen, da die Nachfrage nach deren Implementierung zunimmt.

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Siehe auch: Top-Communities im digitalen Gesundheitswesen.

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